Oldendorf. Nach der glücklich verlaufenen Rettung des dreijährigen Jungen aus einem Schacht im Wald bei Oldendorf (Salzhemmendorf) am Montag, wurden die Kindergarteneltern bei einem Informationstreff am Dienstag Abend über die Ereignisse informiert. Anwesend waren auch Vertreter der Feuerwehr, der Gemeinde, des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Am Montag war bei einem Ausflug des Kindergartens in den Wald nahe Oldendorf ein dreijähriger Junge in einen 25 Meter tiefen Schacht gefallen. Eine Kindergartenmitarbeiterin sprang hinterher und blieb bei dem Jungen bis beide nach einer guten Stunde von Spezialkräften der Feuerwehr geborgen werden konnten.

Kindergartenleiterin Susanne Schüler schilderte die Ereignisse vom Montag und machte deutlich, dass im Vorfeld alle erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen von Seiten des Kindergartens ergriffen worden seien. Die Waldtage, in deren Rahmen der Ausflug stattgefunden hat, würden seit vielen Jahren mit großem Erfolg im Kindergarten durchgeführt und von den Kindern begeistert angenommen. Zunächst seien die Waldtage jedoch ausgesetzt.

Susanne Schüler dankte ausdrücklich allen Beteiligten: „Es war ein sehr gutes Zusammenspiel von Kindergartenmitarbeiterinnen, Kindern, Eltern und Rettungskräften. Dem geretteten Jungen wie auch der Mitarbeiterin geht es körperlich gut. Sie und ihre Familien brauchen jetzt vor allem Zeit, Ruhe und professionelle Unterstützung, um die Ereignisse zu verarbeiten.“

Die Kindergartenmitarbeiterin konnte mittlerweile das Krankenhaus verlassen. Der Junge wird noch für einige Tage zur Beobachtung in einer Klinik bleiben.

Der zuständige Gemeindepastor Wilhelm Meissner sprach von einem Segen, dass alles so glücklich abgelaufen sei: „Es ist ein Segen, dass die Rettungskräfte der Feuerwehr, besonders die Spezialkräfte, so schnell vor Ort sein konnten. Von Seiten des Pfarramts werden wir die Kinder, die Mitarbeiterinnen des Kindergartens und die Eltern bei der Verarbeitung des Geschehenen intensiv begleiten.“

Sabine Schommartz, die als Fachberaterin für die evangelischen Kindertagesstätten im Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld zuständig ist, machte deutlich, dass im Kindergarten jetzt vor allem vertraute Rituale zum Tragen kämen: „In Liedern, Gebeten und Gesprächen wird das Team des Kindergartens mit den Kindern beginnen, die Ereignisse vom Montag aufzuarbeiten. Gerade jetzt sind diese Rituale, die in allen evangelischen Kindertagesstätten grundlegend sind, von ganz großer Bedeutung. Von Seiten der Fachberatung und der Landeskirche werden die Mitarbeiterinnen alle Unterstützung bekommen, die sie benötigen.“

Die Eltern der Kindergartenkinder schlossen sich dem Dank an die Mitarbeiterinnen des Kindergartens und an die Rettungskräfte ausdrücklich an und sprachen dem Team des Kindergartens ihr Vertrauen aus.

Eltern und Mitarbeiterinnen baten die Medien, die Privatsphäre aller Beteiligten zu respektieren und künftig von Interviewanfragen abzusehen.

Die weitere Aufarbeitung wird innerhalb des normalen Betriebs des Kindergartens stattfinden.

Der evangelische St.-Nicolai-Kindergarten in Oldendorf, den z.Zt. 42 Kinder besuchen, ist eine Einrichtung in Trägerschaft des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hildesheimer-Land-Alfeld.

Die Familie des dreijährigen Jungen und die Kindergartenmitarbeiterin, die ihn gerettet hat, stehen grundsätzlich nicht für Interviews zur Verfügung. Dieses gilt für die nächste Zeit ebenso für die Mitarbeiterinnen des Kindergartens.

Es wird darum gebeten, dieses zu respektieren.

Monatsspruch Dezember 2018

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.
(Matthäus 2,10 )
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