Die Gestaltung des Festgottesdienstes übernahmen die Pastoren, die Diakonin und Kirchenvorsteherinnen aus den verschiedenen Gemeinden des Verbandes. Musikalisch sorgten Kirchenchor und Posaunenchor für besondere Akzente. Auch dies war wieder ein Zeichen für die gut funktionierende Zusammenarbeit, die Castel schon bei dem Treffen mit den vielen ehrenamtlichen Helfern des Verbandes als „vorbildlich für den gesamten Kirchenkreis“ bezeichnet hatte. Im Kirchenraum befand sich auch ein besonderer Gast: Aus Chile war ein Ahnenforscher angereist, um in der Gemeinde nach Spuren eines seiner Urahnen zu suchen, der vor vielen Generationen dort Pastor gewesen sein soll.
 
Die Predigt hatte einen Text aus dem Matthäus-Evangeliums zum Thema, das Gleichnis von dem Bauern, der aufs Feld ging, um seine Saat auszubringen. Als roter Faden zog sich dieses Bild des Glaubens als Saatgut durch den Gottesdienst. Superintendent schloss sich in seinem Resümee der Visitation diesem Motiv an. Da bald wieder die Gartenarbeit vor der Tür steht, verglich er den Gemeindeverband mit einem Garten.
 
Er habe sich in diesem Garten umgeschaut, wie es um ihn bestellt ist, sagte Christian Castel. Und er hatte nur Lob für den Verband und seine Mitglieder. Die vielfältige Landschaft an Gottesdiensten für alle Altersgruppen, das gemeindeübergreifende  Konfirmandenmodell, die vielen Gruppenangebote, die guten Kontakte in die Schulen, die eigene Stiftung und das Gemeindeblatt hob er als gelungene Beispiele dafür hervor, dass man „hier als Christ gut leben kann“.
 
Aber er mahnte auch, man könne sich nicht zurücklehnen und auf den Lorbeeren ausruhen. Weitere Gemeinden kämen demnächst hinzu, die Stellensituation bei den Pastoren sei nicht so sicher wie gewünscht, der demographische Wandel gehe auch am Verband Saaletal nicht vorbei. Wichtig sei deshalb, dass die Gemeinden weiter zusammenarbeiten und zusammenwachsen, um sich gegenseitig unterstützen zu können. Und wie bei der Gartenarbeit zeige sich erst im Nachhinein, ob sich der Einsatz gelohnt habe.
 
Nach einem gemeinsam zelebrierten Schlusssegen nutzten viele Menschen das Angebot, noch dort zu bleiben und sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. Im Anschluss daran stand Superintendent Christian Castel in einer offenen Sprechstunde für Anliegen und Fragen der Gemeindeglieder zur Verfügung. Die nächste turnusmäßige Visitation wird in sechs Jahren sein.
 
  

Monatsspruch Dezember 2018

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.
(Matthäus 2,10 )
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