ST. NICOLAI-KIRCHE LAUENSTEIN
 
Ursprünglich als Kapelle gebaut, ist sie eine "Tochter" der St. Annen-Kapelle, Spiegelberg. 1513 ersetzte ein Kirchenbau die ursprüngliche Kapelle. Aus dieser Zeit stammt heute noch der 25m hohe gotische Kirchturm, wie Steinmetzzeichen belegen. Ein Schriftbalken besagt einen Umbau des Turmes oder Glockenstuhls im Jahr 1578. Als Bauherr werden Hans von Salder und Hans Krudewolf genannt.Derselbe Hans von Saldern scheint die Taufschale aus Messing gestiftet zu haben - im Rand ist HVS eingraviert. (Der Taufdeckel ist ein Geschenk der Katholischen Kirchengemeinde zum Abschluß einer Renovierung im Jahr 1966).
1730 zerstört ein großer Brand viele Gebäude in Lauenstein, die Kirche wird gerettet. Doch 1755 ist das alte Kirchenschiff so baufällig geworden, dass es abgebrochen und neu gebaut werden muss. Eine Tafel im Turmraum erinnert an dieses Ereignis. Um den Bau zu finanzieren werden viele Dinge verkauft, so dass lediglich die beiden hinteren Messingleuchter und der Taufstein scheinbar dem 16. Jahrhundert und somit evtl. dem ursprünglichen Kirchschiff entstammen.
Die „Ratsglocke“, die heute im Trumraum hängt, gibt viele Rätsel auf. Das Gußjahr wird auf etwa 1300 geschätzt und es wird als wahrscheinlich angesehen, dass sie ursprünglich die Glocke der ehemaliger Lauensteiner Burgkapelle war. Lange hing sie in einem Schalloch außen am Turm. In früheren Zeiten rief sie den „Fleckenrat“ zusammen - daher der Name „Ratsglocke“. Da die Glocke draußen von Autoabgasen, Wetter und ähnlichem stark angegriffen wurde, hat sie ihren sicheren und würdigen Platz im Turmraum bekommen.
Im Turmraum finden sich wichtige Daten sowie eine Auflistung aller Pastoren seit der Reformation.

Monatsspruch September 2020

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.
(2. Kor 5, 19 )
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