3-Minuten-Kirche am 09. Februar 2022
 
 
Tatsächlich... Liebe ist ein Film aus dem Jahr 2003, der es bei mir zum Weihnachtsklassiker geschafft hat.
 
In miteinander verwobenen Episoden werden Liebesgeschichten der Protagonisten in den letzten Wochen vor und bis hin zum Weihnachtsfest dargestellt.
Erzählt wird von der scheinbar aussichtslosen Liebe eines Jungen zu einem der begehrtesten Mädchen in der Schule, von der großen Liebe zur gerade verstorbenen Ehefrau, von der aufopfernden Liebe zum kranken Bruder, von der wahren Liebe zum besten Freund, von der unerfüllten Liebe zur Ehefrau des besten Freundes oder auch von einer neu entfachten Liebe eines betrogenen und verletzten Mannes. Jede Geschichte für sich ist sehens- und liebenswert.
 
Das Besondere an diesem Film ist für mich aber der Rahmen, in dem diese Episoden gezeigt werden. Vor- und Abspann des Filmes zeigen Szenen aus der Ankunftshalle im Londoner Flughafen Heathrow. In Zeitlupe werden liebevolle Begrüßungen gezeigt, während ein Sprecher darauf aufmerksam macht, dass Liebe tatsächlich überall ist.
 
Als am 11. September 2001 die Flugzeuge ins World Trade Center flogen, gab es unter den Anrufen der Menschen an Bord keine Hass- oder Rachebotschaften. Es waren alles Botschaften der Liebe: „Sage den Kindern, dass ich sie liebe“ oder „Vergib mir, wenn ich dich verletzt habe“. So und ähnlich lauteten alle Nachrichten. Was wirklich zählt im Leben und uns ausmacht, das sind nicht Zorn oder Wut, sondern es ist die Liebe.
 
Als ich den Monatsspruch für den Februar las, musste ich unwillkürlich an diesen Film denken. „Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen“, schreibt Paulus in seinem Brief an die Epheser. (Eph. 4, 26)
 
Wir alle wissen: Konflikte, Ärger, Wut und Zorn gehören zum Leben, zu einer jeden lebendigen Beziehung dazu. Aber Zorn und Ärger müssen in positive Energie umgesetzt werden, ehe sie zerstörerisch werden.
 
Wenn also der Tag endet, sollte der Zorn verraucht sein oder zu einer Lösung geführt haben, damit der nächste Morgen einen neuen Anfang bringt. Mit den Menschen und mit Gott. Und mit Liebe, die tatsächlich überall ist.
 
 
Ihre und eure Diakonin
                                         
 

Monatsspruch September 2022

Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit.
(Sir 1,10)
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