3-Minuten-Kirche am 6. September 2020

 

 

Ich bin gerade dabei meinen Computer „aufzuräumen“, die Festplatte braucht wieder Platz für Neues. Dabei bin ich auf dieses Foto gestoßen, das ich vor vielen Jahren bei einem Urlaub in Frankreich gemacht habe. Diese Hand mit der Weltkugel darauf findet sich in der Provence, irgendwo zwischen Les Beaux und Saint-Rémy-de-Provence. Ich weiß nicht mehr, ob das Ganze einen Namen hat oder auch bekannt ist. Diese Skulptur hat mich damals schon angesprochen und das ist auch jetzt wieder so. Beim Blick auf das Foto kam mir zuerst das Lied: „Er hält die ganze Welt in seiner Hand“ in den Sinn. Für mich ist das ein schönes Bild: Gott hält die Welt, die er geschaffen hat, mit allem, was darauf ist, in der Hand. Er begleitet uns alle auf unserem Lebensweg. Ein schönes und Mut machendes Bild: Die Welt in der sicheren Hand Gottes. Das Lied singen wir im KU 4 normalerweise im Zusammenhang mit der Schöpfungsgeschichte. In der Schöpfungsgeschichte bekommen wir Menschen einen Auftrag von Gott, den Auftrag eben diese Schöpfung zu bewahren. Damit verändert sich das Bild auch für einen Moment: die Welt in der Hand des Menschen. Wenn ich dieses Bild vor Augen habe macht mir das nicht mehr Mut, sondern eher Angst. Dann mache ich mir bewusst, was wir Menschen vor allem im letzten Jahrhundert mit der Welt gemacht haben. Die Folgen davon werden mit jedem Jahr spürbarer. Der Klimawandel ist eine Folge unseres Handelns. Wir haben eine Verantwortung, die wir nicht immer so ausfüllen, wie wir das sollten. Da nehme ich mich gar nicht aus. Manche Entscheidung ist auch schwierig. Und Corona macht es nicht leichter. Im Frühjahr konnte die Schöpfung aufatmen. Weniger Verkehr, weniger Flugzeuge und keine Kreuzfahrtschiffe mehr. Und jetzt? Mehr Autoverkehr, weil die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel Risiken bergen. Wie geht das mit dem Lüften, wenn es kühler wird und wieder geheizt werden muss? Die Liste der Beispiele kann beliebig erweitert werden. Wie kann das alles funktionieren und weitergehen? Ich weiß es nicht.

Ich kann nur darauf vertrauen, dass Gott die Welt in seiner Hand hält, dass er einen Plan hat und es gut mit dieser Welt meint und wir alle im Vertrauen darauf das tun, was wir können, um diese Welt auch für unsere Kinder und Enkelkinder zu bewahren.

 

Es grüßt Sie herzlich Ihre Pastorin

                                                    

 

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Monatsspruch September 2020

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.
(2. Kor 5, 19 )
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