Gemeindefrühstück in Wallensen - „Sieh es doch mal durch meine Brille“
(von Martina Bartels)
 
Das Gemeindefrühstück am 2.11.2013 in Wallensen wurde von Frau Helms mit einigen Bemerkungen zur Veränderung der Gemeindesituation ab Dezember 2013 eröffnet, bevor Frau Wittenborn aus Springe die zahlreichen Anwesenden in das Thema einführte.
 
Drei Schwerpunkte bildeten den inhaltlichen Kern:
1. Gespräche über die Brille/ Experimente damit
2. Was sehe oder übersehe ich?          
3. Wie sieht Jesus es?
 
Als erfahrene Grundschullehrerin und Pastorengattin bezog sie die Erfahrungen der TeilnehmerInnen ein und ließ sie in 3er-Gruppen anhand kleiner impulsgebender Arbeitspapiere zum Thema individuelle Gespräche führen. Hinleitende und zusammen- fassende Gedankenstränge kreisten den Kern des Themas ein:
 
Wie gut, dass es Brillen gibt! Wir sind nicht perfekt, wir brauchen Hilfe - übertragen auch auf andere Hilfsmittel – erkennen wir, dass es uns damit besser geht, wenn wir sie denn annehmen.
 
Meine Brille passt nur mir! Jeder Mensch sieht anders und anderes. Der Weitblick, Überblick, das Naheliegende sind nur ein paar Stichworte dazu.    
 
Austausch tut gut! Wie siehst du das? Die Sichtweise der/des anderen kennenlernen – auch über die Generationen hinweg – die Perspektive der/des anderen einnehmen, auf seinen Standpunkt stellen kann manches klären helfen.
 
Durch die „Jesus-Brille“ sehen zeigt: auch im Sehen sind wir nicht perfekt und sehen schon mal etwas verkehrt! Aber
Gott nimmt uns so wie wir sind. So sollen auch wir liebevoll mit uns selbst und dem anderen umgehen, das Positive am anderen sehen, verzeihen, drüber wegsehen, lieben. Mit dieser Brille kommt das Licht, das Helle in unseren Blick. Auch wenn wir die Sonne nicht immer sehen, die dennoch da ist, so ist Gott immer da mit seiner Liebe.
 
Mit dem Kanon „Vom Aufgang der Sonne“ wurde zum zweiten Teil mit dem Kernwort Schlüssel“ geleitet. Schlüssel spielen in verschiedenen Lebensabschnitten eine wichtige Rolle. Türen schließen/abschließen- Schlüssel abgeben- Wem mache ich die Tür auf? – Wie viel Sicherheit oder auch Abgeschlossenheit brauche ich?- Wem gebe ich vertrauensvoll meinen Schlüssel?- Wir leben nicht in der idealen Welt mit offenen Türen, Häusern, Ohren! Einbruch und Diebstahl erzeugen Gefühle der Unsicherheit und verdeutlichen: Es gibt keine absolute Sicherheit. Man muss tun, was man kann, aber das Gefühl der Geborgenheit kommt von innen. Gott ist wie ein innerer Schutzraum. Er kann uns helfen, uns gegenseitig zu ermutigen, uns auszutauschen, zuzuhören, offen für andere zu sein. Viele haben in Taize solch eine große Offenheit erfahren und Verständnis und Toleranz erlebt. Nach dem Kanon „Lobt Gott ihr Völker alle“ begann der letzte Teil.
 
Ein Taschentuch mit gehäkelter Spitze ließ alle älteren Zuhörerinnen an ihre Konfirmation, die Tanzstunde, an Hochzeiten oder Abschiedstage denken. Das Taschentuch war in wichtigen Einschnitten in ihrem Leben dabei, (heute in veränderter Form!). So steht das Taschentuch hier als Symbol für Lebensabschnitte, in denen etwas zu Ende geht und etwas Neues beginnt, als Symbol, dass Gott bei uns ist in Freude und Leid. Abschließend fasste Frau Wittenborn die drei symbolträchtigen Alltagsdinge wie folgt zusammen:  
die Brille – Gott sieht uns liebevoll an.
der Schlüssel – Gott möchte uns aufschließen füreinander.
das Taschentuch - Gott ist immer bei uns, was auch passiert.
 
Das Lied „Vertraut den neuen Wegen“ bildete den Abschluss.
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Monatsspruch Juni 2022

Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod.
(Hohelied 8,6)
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