3-Minuten-Kirche am 10. März 2021

 

 

Am Wochenende hat „Die Sendung mit der Maus“ 50. Geburtstag gefeiert. Seit 50 Jahren erklärt sie die Welt und beantwortet Kinderfragen. Sie hat mich selbst schon durch meine Kindheit begleitet und heute schaue ich sie oft mit meiner Tochter.

„Wie kommen die Streifen in die Zahnpasta?“ „Warum ist der Himmel blau?“ Es sind die Fragen des Lebens, die im Mittelpunkt stehen. Fragen, auf die es meistens keine einfachen Antworten gibt. Immer wird den Fragen auf den Grund gegangen, Stück für Stück eine Antwort gesucht und oft auch gefunden. Und manchmal gibt es auch keine Antwort. Auch das ist gut zu wissen. Gut auch, dass wir nicht aufhören zu fragen, in einer Welt, die schon so viele Antworten für uns hat.

So hat die Maus viel mit dem Glauben gemeinsam. Auch im Glauben geht es um die Fragen des Lebens. Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der Sinn meines Lebens? Was trägt mich, wenn es mir nicht gut geht? Wo ist Gott in meinem Leben? In den biblischen Geschichten werden ganz unterschiedliche Antworten auf diese Fragen gegeben. Menschen machen unterschiedliche Erfahrungen mit Gott. Mal ist er ganz fern, dann wieder sehr nah, mal muss man ihm um seinen Segen ringen, ein anderes Mal bekommt man den Segen reichlich geschenkt. Es ist ein reicher Schatz an Erfahrungen, aus dem wir für unser Leben schöpfen und unsere eigene Antwort finden können. Denn egal wie unterschiedlich die Geschichten auch sind, sie sprechen alle von der Erfahrung, dass Gott da ist und uns im Leben begleitet und dass er in Jesus Christus sogar den Tod besiegt hat. Das alles ist allerdings nicht selbstverständlich. Auch da sind die Fragen nach Gott wichtig. Auch die Frage, welchen Platz ich ihm in meinem Leben geben möchte. „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ So heißt es im Buch des Propheten Jeremia. Gott lässt sich finden, auf ganz unterschiedlichen Wegen. Er möchte sich finden lassen und wir dürfen immer neu nach ihm fragen und dann auch unsere Antworten finden.

 

Viele Fragen und Antworten wünscht Pastorin 

                                                                                         

 

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3-Minuten-Kirche am 07. März 2021
 
 
Fasten ist etwas, das wohl nur wenige machen obwohl es allen sehr gut tun würde. Denn Fasten tut Körper und Geist gut. Der Körper profitiert, wenn wir Dinge weglassen oder zumindest reduzieren, von denen wir selber wissen, dass sie uns nicht gut tun. Fasten ist eine Erholungskur für den Körper.
 
Aber auch dem Geist tut Fasten gut. Fasten kann unsere Wahrnehmung verändern. So gibt uns der bewusste Verzicht eine neue Wertschätzung für die guten Dinge, die wir sonst im Überfluss (und oft ohne große Aufmerksamkeit darauf zu verwenden) zu uns nehmen. Wir lernen, das vermeintlich Selbstverständliche neu zu schätzen und zu genießen.
 
Fasten ist aber auch eine spirituelle Übung. Denn Fasten bedeutet, dass wir uns selbst überwinden; dass wir uns Grenzen setzen und beschränken. Etwas, das wir Menschen eigentlich nicht so gerne tun. Denn wir neigen zur Maßlosigkeit - und meist sind es erst die negativen Folgen, die uns zur Vernunft bringen. Viele hören erst mit dem Rauchen auf, wenn die Lunge zu sehr ächzt. Manch einer denkt erst über Sport und gesunde Ernährung nach, wenn die körperlichen Beschwerden oder die Wampe zu groß geworden sind. Und die Menschheit als Ganze wird allem Anschein nach auch erst die maßlose Ausbeutung und Zerstörung der Umwelt einstellen, wenn die Folgen nicht mehr zu verleugnen und auszuhalten sind.
 
Der Wert des Fastens liegt darin, dass wir uns selber beschränken ohne Notwendigkeit. Solch einen freiwilligen Verzicht zu üben, macht stark. Denn wer gelernt hat, ohne Not zu verzichten und seinen Gelüsten nicht zu folgen, wird es um so leichter tun können wenn es geboten ist.
 
Fasten lehrt uns Bescheidenheit und Abstand zu nehmen, von alteingesessenen Gewohnheiten. Das ist nicht immer angenehm, aber immer gut für uns. Denn Gewohnheiten fühlen sich vielleicht gut an, aber sie können uns träge werden lassen. Fasten hingegen lockt uns immer weider aufs Neue raus aus unserer Komfort-Zone.
Deshalb ist Fasten eine gute Sache, die wir nicht nur in den Wochen vor Ostern in den Blick nehmen sollten. Denn: ein bisschen weniger geht immer!
 
Ihr/ euer Pastor
                             

3-Minuten-Kirche am 03. März 2021
 
 
Haben Sie es schon bemerkt?
Die Fastenzeit hat begonnen. Fasten – werden jetzt einige erwidern – auf noch etwas verzichten? Ich muss seit Monaten auf so vieles verzichten: Kino, Theater, den Besuch bei Oma, den Mädelsabend, Fußballtraining, ... Und jetzt soll ich freiwillig darüber hinaus Verzicht leisten?
Nein Danke!
 
Diese Gedanken kann ich gut verstehen und gebe zu, auch mir fällt es schwer, mich dieses Jahr auf die Fastenzeit einzulassen.
Aber in diesen 40 Tagen vor Ostern, in der Passionszeit, geht es ja nicht um den bloßen Verzicht. Ich habe diese Wochen immer als eine Art „Trainingszeit“ erlebt, in der ich etwas ausprobieren kann. Es geht darum, bekannte Pfade zu verlassen und mal Dinge anders zu machen, wagemutig zu sein und Neues auszuprobieren.
Das diesjährige Fastenmotto passt prima dazu: „Spielraum – Sieben Wochen ohne Blockaden“.
 
Dass unser Leben - mit Pandemie oder ohne - diversen Grenzen und Blockaden unterworfen ist, wissen wir alle. Die kommende Zeit aber zu nutzen, um gezielt nach Spielräumen zu suchen, finde ich ein faszinierendes Vorhaben. Das aktuelle Wochenthema lautet: „Das Spiel mit dem Nein“.
 
Als biblische Grundlage dient eine Geschichte aus dem 2. Buch Mose. Zwei hebräische Hebammen widersetzen sich dem Befehl des ägyptischen Pharaos, jedes männliche Baby einer hebräischen Frau gleich bei der Geburt zu töten. Sie erklären dem Pharao, dass die hebräischen Frauen ihre Kinder schon vor der Ankunft der Hebamme alleine zur Welt gebracht hätten. Sie nutzen den kleinen Spielraum, der sich ihnen bietet, um dem Leben zu dienen.
 
Nein zu sagen, kann uns Spielraum verschaffen, innere Freiheit schenken, selbst wenn die äußere fehlt. Mir persönlich fällt es oft schwer, „Nein“ zu sagen. Diese Blockade einzureißen und mir als Training vorzunehmen, es eben doch häufiger mal zu sagen, bedeutet letztlich sicher eher Gewinn denn Verzicht.
 
Und welchen Spielraum nutzen Sie, um Blockaden abzubauen?
 
Mehr zu den Wochenthemen und viele Anregungen und Mitstreiter*innen finden Sie unter "Sieben Wochen ohne" 
  
Bleiben Sie behütet!
Ihre und eure Diakonin
                                     
 
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3-Minuten-Kirche am 28. Februar 2021
 
 
Also irgendwie fühle ich mich im Moment gerade an Urlaub erinnert. Nein, nicht des schönen Wetters wegen. Vielmehr erinnere ich mich an die Fahrt in den Urlaub mit kleinen Kindern und ihrer sprichwörtlichen Frage: „Papa, wann sind wir endlich da?“ Kennen Sie auch? Und dann geht es je nach Temperament und Persönlichkeit der Kinder weiter, entweder mit einem verständigen Dialog, kräftigem „Genöle“, schmollendem Schweigen oder auch lautem Geschrei. Kommen wir durch all das am Ende auch nur einen Moment früher zum Ziel? Natürlich nicht! Aber die Stimmung entwickelt sich immer mehr in Richtung genervt.
 
Wann sind wir endlich durch durch die Pandemie? Wann wird endlich wieder gelockert? Ich will aber nicht mehr! Irgendwie wie damals im Auto. Ich hatte als Fahrer manchmal auch keine Lust mehr. Aber alles Gemehre half ja nicht. Wir mussten da durch, um das Ziel zu erreichen. Genau wie jetzt! (Und mit Gemehre meine ich ausdrücklich nicht jene, die berechtigte Sorge um ihre Existenz haben müssen und die Unterstützung der Gemeinschaft brauchen, die ja verfügt hat: ihr müsst leider zum Schutz aller schließen).
 
Besonders hilfreich für die Gesamtstimmung finde ich auch die, die - wie u.a. auch eine Partei - trotz laufend wechselnder Lage immer nur die gleiche Forderung stellen. Wir wollen jetzt aber endlich einen verbindlichen Plan haben! Wer würde sich darüber nicht freuen?! Aber haben die selber schon mal einen vorgelegt? Nee, geht ja auch nicht! Der Verlauf der Pandemie ist nun mal nicht verlässlich, ob es uns passt oder nicht. Sorry, aber das wirkt auf mich, wie die dauernd wiederholte Frage, wann sind wir endlich da, wie das Nölen von Kindern im Auto.
 
Was wir früher gemacht haben, wenn unsere Kinder verständlicher Weise fragten, wie lange sie noch so still sitzen müssen im Auto. Wir haben überlegt, was wir an der Situation verbessern können. Eine Stärkung, eine Pause, ein Hörspiel vielleicht oder Spiele zusammen. Etwas, was das Ausharren erleichtert, Freude macht. Wir haben geprüft, ob es sinnvoll ist, die Strecke zu ändern, um eher da zu sein. Wir haben ihnen erläutert, was gerade ist, wie lange es noch dauern kann, wenn alles gut geht. Aber auch, dass noch was dazwischenkommen kann. Und wir haben uns zusammen daran erinnert, dass sich all das lohnt. Welches Ziel wir zusammen haben und erreichen wollen.
Und, was soll ich sagen, es ging immer richtig gut mit „unseren Dreien“, auch auf langen Strecken mit über 12 Stunden oder gar mehrtägiger Fahrt. Manchmal sagten sie nach Stunden der Fahrt sogar: „Wollen wir jetzt schon wieder Pause machen? Wir möchten doch ankommen!“
Übertragen: „Möchten wir jetzt wirklich schon wieder ein bisschen ,,lockern“. Wir wollen doch das Ziel erreichen! Das andere nützt doch nichts. Die Kinder jedenfalls, finde ich, haben das immer toll gemacht ... 
 
Ich jedenfalls möchte mit Reinhard Niebuhr beten:
 
Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich (und auch die in politischer Verantwortung) nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
 
Ich glaube, das täte uns allen und der Atmosphäre unter uns gut!     
 
Herzlich grüßt Ihr Pastor 
                                        
 
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3-Minuten-Kirche am 24. Februar 2021

 

 

Was ist eigentlich Glück? Auf diese Frage gibt es bestimmt so viele verschiedene Antworten, wie es Menschen gibt. Jeder Mensch braucht etwas anderes, um glücklich zu sein. Für den einen ist es Glück, Zeit mit der Familie zu verbringen, für die andere der Spaziergang am Meer. Das kann einfach die Tasse Kaffee am Morgen oder ein Spieleabend mit Freund*innen sein. Oft wird das Glück aber auch mit dem Sechser im Lotto oder der intakten Gesundheit beschrieben. Oder es ist die warme Mahlzeit am Tag und die Möglichkeit, zur Schule gehen zu können. „Glück ist wenn die Katastrophe eine Pause macht.“ Diesen Spruch habe ich vor einigen Jahren bei einem kurzen Urlaub gefunden. Er passte zu dem Zeitpunkt perfekt in meine Lebenssituation. Da war es ein großes Glück einmal aus allem raus zu sein und die Katastrophen des Lebens kurz vergessen zu können.

Die Katastrophen bleiben ja, die großen und auch die kleinen. Corona, Klimawandel, die Situation der Flüchtlinge am Mittelmeer, ein nicht enden wollender Lockdown, Kontaktbeschränkungen, Abschied von geliebten Menschen… Die Reihe lässt sich leicht fortsetzen. In all dem ist das Glück oft nur schwer zu finden.

„Gott nahe zu sein ist mein Glück.“, heißt es im Psalm 73. Aus diesem Vers spricht für mich die Erfahrung, dass Gott nahe bei mir ist und mich auf meinem Lebensweg begleitet, ganz egal, welche Katastrophen mir begegnen. Gott verhindert sie nicht, aber er hilft mir, sie durchzustehen und nach vorne zu blicken. Er hilft mir auch, die Dinge mit anderen Augen zu sehen, zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann und da zu handeln, wo ich etwas tun und verändern kann. Welch ein Glück!

Viele glückliche Momente in der nächsten Zeit wünscht Ihnen und Euch Pastorin

                                                                                                                                 

 

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3-Minuten-Kirche am 21. Februar 2021
 
 
Seit Mittwoch dieser Woche gibt es die 3-Minuten-Kirche auch als Telefonandacht.
Unter der Nummer 05153 8000 139 kann ab sofort die jeweils aktuelle 3-Minuten-Kirche abgehört werden. Bitte geben Sie diese Nummer weiter, wenn Sie Menschen kennen, für die dieses Angebot interessant sein könnte!
 
Das Telefon feiert dieses Jahr seinen 160. Geburtstag. Ein faszinierendes Gerät! Wir haben uns wohl schon zu sehr daran gewöhnt, als dass uns noch so richtig bewusst ist, was für eine fantastische Erfindung das ist.
Mit einem Telefon kann ich mit nahezu jedem Mensch auf dieser Erde innerhalb weniger Sekunden ein Gespräch führen, eine Verbindung aufbauen, in Beziehung treten. Es gibt so gut wie keinen Menschen, den ich mit einem Telefon nicht erreichen kann - und das ganz ohne Aufwand.
Einfach so: Nummer wählen und Telefon ans Ohr.
 
Damit ist ein Telefon ein schönes Bild für Gott. So steht Gott mit ausnahmslos jedem Menschen in Kontakt. Ja, es besteht eine regelrechte Dauerleitung zwischen ihm und uns, denn sein Geist ist uns allen gegeben. So erzählt die Bibel mit dem Mythos über die Erschaffung des Menschen, dass Gott dem Menschen seinen Geist eingehaucht hat.
 
Wir alle sind durch diesen Geist mit ihm verbunden; durch ihn stehen wir in Kontakt mit, in Beziehung zu Gott. So kann es zu einem Austausch mit Gott kommen, der tiefer geht als es über ein Telefon möglich ist. Denn Gott bleibt uns nicht äußerlich wie ein Telefon, das ich mir nur ans Ohr halte, das ich aber auch weglegen oder gar verlieren kann. Nein, Gott ist in uns - wohin wir auch gehen. Es gibt kein Funkloch, in das wir uns begeben könnten, und wo wir dann Gott nicht mehr erreichen könnten. Nein, wir haben einen ganz unmittelbaren Draht zu ihm.
Und das Schöne ist: Gott hat weder einen Anrufbeantworter noch ist bei ihm jemals besetzt.
 
Gott ist 24 Stunden am Tag zu erreichen - er ist nie weiter als ein Gebet entfernt. „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch fürchten müsstet; sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!“ (Römer 8:15)
 
Ihr Pastor 
                  
 
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3-Minuten-Kirche am 17. Februar 2021
 
 
Ja, ich gebe es zu: Ich mag keinen Schnee. Im Gegenteil. Ich finde ihn sogar richtig doof. Er ist weiß und kalt und nass und die Welt ist monochrom und trist, wenn Schnee liegt.
Wann immer ich das sage, entgegnen mir andere: „Aber wenn die Sonne scheint, ...“ 
 
Jaja, dann sieht es hinreißend aus draußen, so glitzernd, ich weiß. Ich mag ihn trotzdem nicht! Von mir aus kann er da liegen und glitzern, solange ich drinnen bin. Aber wenn ich rausgehe, dann hätte ich gern, dass dieses weiße, kalte, nasse Zeugs verschwunden ist. Ich hab’s nicht so mit Schlitten fahren, Snowboarden, Schneemänner bauen, Schneeballschlachten, ...
 
Dennoch hat mir der Schnee dieser Tage häufig ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich habe so viele Bilder und Videos von vergnügten Menschen gesehen, wie schon lange nicht mehr. Nicht nur für Kinder war das Rodeln und Toben im Schnee eine erlösende Abwechslung im angespannten Lockdown-Alltag. Engel mit seinem Körper in den Schnee zu malen, war die neueste Challenge – wahlweise bekleidet oder nur in Unterwäsche. Fotos von eindrucksvollen Schneeformationen, Winterwaldwegen und meterhoch aufgeschippten Schneebergen schwirrten durch die sozialen Medien.
 
Auch ich habe das Haus natürlich trotzdem verlassen und so manchen Winterspaziergang unternommen. Ich bin im Flockengestöber durch knietiefen Schnee gestapft, bei strahlendem Sonnenschein über geschobene Waldwege geschlendert und habe nicht wenige glitzernde Schneefotos geschossen. Denn was aus Schnee- und Eiskristallen für unvergleichliche Kunstwerke entstehen – das finde ich ehrlich imponierend! Jede Schneeflocke ist nämlich – so wie wir Menschen – einzigartig. Keine gleicht der anderen. Demzufolge liegt da draußen ein riesiger Schatz einmaliger Wunderwerke. 
 
„Wie zahlreich sind deine Werke, Herr. In Weisheit hat du sie alle gemacht. Die Erde ist voll von deinen Gütern.“ So preist schon der Beter des 104. Psalms den Reichtum der Schöpfung. Es mag mir nicht alles gefallen (Schnee, Spinnen, Schachtelhalm, ...), doch das Staunen habe ich nicht verlernt.
Nur wer staunen kann, wird Wunder entdecken. 
 
In diesem Sinne wünsche ich eine wundervolle Woche und grüße herzlich
 
Diakonin
               
 
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3-Minuten-Kirche am 14. Februar 2021
 
 
Mensch, tat das gut, die Sonne in diesen Tagen! Der Blick in die Zukunft ist durch Corona ziemlich eingetrübt. Und auch der Himmel über uns war lange düster und verhangen. Dazu der starke Schneefall, der den Bewegungs-spielraum zusätzlich weiter einschränkte. Und dann am Dienstag strahlend blauer Himmel und Sonne. Das ließ die strenge Kälte draußen glatt vergessen. Und auch das andere Dunkel trat zurück.
So ist das mit dem Licht in der Dunkelheit. Und viel mehr noch als beim Licht der Sonne - so die Verheißung - mit dem Licht in der Dunkelheit, von dem unser christlicher Glaube Zeugnis gibt, das da zu finden ist, wo Gottes Gegenwart zur Erfahrung wird.
Wie das geht?
 
Nun, wir alle kennen, wie sehr ein Mensch sich verändert, wenn er von Herzen in einen anderen verliebt ist, ihn von Herzen schätzt. Der/die frisch verliebte Jugendliche, die freudigen Eltern eines Babys. Das geliebte Gegenüber erfüllt das Leben. Es bewegt, beschwingt mehr noch, als es das Licht der Sonne kann. Das wirkt selbst in düsteren Tagen. Das kann man an Liebenden erleben. Die Beziehung zum geliebten Kind, Freund, Partner ist wie eine lichte wärmende Sonne in ihrem Leben.
Nun haben alle schönen menschlichen Beziehungen dennoch immer ihre Schattenseiten. Trennung, Enttäuschung, Sorge um die Beziehung, um den/die andere/n gehört unausweichlich dazu.
Es gibt aber die Liebesbeziehung, der all diese Schattenseiten fehlen. Eine Beziehung, die jeder Mensch von jung bis alt leben kann, in der alle willkommen sind, ja freudig erwartet werden. Und das ist die Beziehung zu Gott, der uns wie ein liebender Vater zugewandt ist. Gott, wie Jesus uns zu erkennen gegeben hat.
 
Im Buch Richter im Alten Testament steht, was mit denen passiert, die sich auf eine Beziehung zu Gott von Herzen einlassen und in ihr leben, aus ihr schöpfen: Die Gott den Herrn lieb haben, sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht (Richter 5, 31).
 
Zu werden wie die aufgehende Sonne, die Licht und Wärme bringt und Dunkelheit und Kälte vertreibt - welche Verheißung! Was die wärmende Sonne bewirkt, das haben wir gerade erlebt. Damit wir selbst wie eine aufgehende Sonne werden können, müssen wir erst einmal innerlich von Licht und Wärme erfüllt werden. Bei Liebenden passiert das. Bei Gott liebenden und sich von Gott geliebt Glaubenden passiert das auch nur ohne alle Schattenseiten sonstiger Liebe. Denn diese Beziehung ist von Gott her unverbrüchlich, dafür ist er sogar ans Kreuz und in den Tod gegangen. Ja, diese Beziehung übersteht sogar das Ende, den Tod, weil Gott, der uns in die Beziehung zu sich einlädt, das Leben selbst ist.
 
Wie man diese Beziehung entstehen, wachsen lässt?
Nun, wie jede andere Beziehung auch. Durch Wahrnehmen des Gegenübers mit Herz und Sinn, durch Zeit haben und nehmen für den anderen, durch Teilen dessen, was das Leben ausmacht, das im Gespräch sein, aneinander festhalten in dick und dünn. Wir alle wissen wie das geht. Nun nur nicht allein im Blick auf einen Menschen, sondern im Blick auf Gott.
Tolle Perspektive!
Die Sonne geht auf!
Licht und Wärme im Dunkel, in unserem Leben, in dieser Welt, in der Zukunft, die uns doch nur zu Gott führen kann und wird.
 
Herzlich grüßt Ihr Pastor
                                         
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3-Minuten-Kirche am 10. Februar 2021

 

 

 

„Lichtfenster“ heißt die Aktion, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor einigen Wochen ins Leben gerufen hat und die von der EKD und unserer Landeskirche unterstützt wird. Die Aktion ruft dazu auf, an jedem Freitag bei Anbruch der Dunkelheit eine Kerze ins Fenster zu stellen. Damit soll all der Menschen gedacht werden, die an und mit Corona verstorben sind. Für sie alle plant er eine zentrale Gedenkfeier am 18. April.

Auch wir stellen jeden Freitag eine brennende Kerze ins Fenster. Andrea Gärtner hat letzte Woche an dieser Stelle den Instagram-Account @mehr_als_nur_eine_zahl vorgestellt, die den Verstorbenen Namen gibt und so an sie erinnert. Daneben finde ich die brennende Kerze als gemeinsames Zeichen der Erinnerung wichtig. Für mich ist es auch nicht nur ein Zeichen der Erinnerung, sondern auch der Hoffnung. Der Hoffnung darauf, dass auch diese dunklen Zeiten, die wir gerade erleben, ein Ende haben werden. Aber auch die Hoffnung darauf, dass mit dem Tod eben nicht alles vorbei ist.

Jesus sagt von sich: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) und „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wird leben, auch wenn er stirbt; und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben – in Ewigkeit nicht.“ (Joh 11, 25) Wenn wir am Ewigkeitssonntag den Verstorbenen des Kirchenjahres gedenken, verlesen wir nicht nur ihre Namen, sondern zünden auch eine Kerze für sie an, als Zeichen genau dieser Hoffnung.

Für mich ist das jedes Mal wieder ein wichtiges Zeichen. Deshalb zünde ich freitags nun auch ein Hoffnungslicht an und stelle es ins Fenster. Unsere Tochter hat am Freitag gefragt, warum in den anderen Häusern in der Nachbarschaft keine Kerze brennt. Ich habe geantwortet, dass die Aktion vielleicht noch nicht so bekannt ist.

Vielleicht stellen Sie ja jetzt auch am Freitag als kleines Hoffnungszeichen eine Kerze in Ihr Fenster.

 

Ihre Pastorin 

                                  

 

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3-Minuten-Kirche am 07. Februar 2021
 
 
Seit der Absetzung der „Lindenstraße“ ist der „Tatort“ die letzte große Kultsendung im deutschen Fernsehen. Mit durchschnittlich 10 Millionen Zuschauern gehört die Sendung zu den Quoten-Bringern im öffentlich rechtlichen Fernsehen.
Der Tatort ist ein Märchen für Erwachsene. Auch wenn die Drehbuchautoren sich noch so viel Mühe geben, die Dramatik so interessant und unvorhersehbar wie möglich zu gestalten, weiß doch jeder schon bevor es losgeht, wie es ausgeht: Am Ende wird der Mörder überführt. Am Ende muss das Gute siegen. Das Böse muss überführt, entlarvt und gefangen genommen werden.
 
Der Tatort ist wie letztlich jeder Krimi ein modernes Märchen, das davon erzählt, dass das Böse auf der Strecke bleibt und das Gute sich behaupten kann. Wobei in Deutschland tatsächlich mehr als 90% aller Mordfälle aufgeklärt werden. 
Aber sonst? Es gibt vieles, was eigentlich nicht sein darf, was verboten gehört, was Leben zerstört, was man als böse bezeichnen kann: Unterdrückung, Misshandlung, Ausbeutung der Armen, Unrecht jeder Art, Schändung der Natur… die Liste ließe sich fortsetzen. Unsere Welt gleicht einem Krimi mit ungewissem Ausgang.
Nimmt das Ganze ein gutes Ende oder wird das Gute siegen? 
 
Ich glaube: Ja, am Ende wird sich das Gute und die Liebe durchsetzen. Mit meinem Optimismus bin ich nicht allein. Auch Paulus war zuversichtlich, dass das Gute stärker ist als das Böse. So schreibt er „Überwinde das Böse mit dem Guten!“ (Röm. 12,21b). Das Gute ist stärker als das Böse. Das ist die Überzeugung des Paulus. Und das ist mein Hoffnung für diese Welt. Es bleibt abzuwarten und auszuhalten, welche Finten das Böse legen wird und wie lange es sein Spiel noch treiben kann. Ich bin mir aber sicher: Was für einen Tatort gilt, gilt auch für die Geschichte von Gottes guter Schöpfung: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende“ (Oscar Wild)
 
Ihr/ euer Pastor 
                         
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Monatsspruch April 2021

Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
(Kolosser 1, 15)
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