Wir haben ein kurzes Musikvideo angeschaut und uns dazu Gedanken gemacht.
Es geht um ein Kind, das gern ein lila Kleid tragen möchte - und wie die Menschen in seinem Umfeld darauf reagieren...
Wer das Video bei YouTube gern sehen möchte, kann das HIER tun! 

 

Folgende Beobachtungen, die wir festgehalten haben, sind vermutlich auch auf weitere Situationen und Menschen übertragbar, wenn es ums „Normalsein“ geht, oder sich jemand „anders“ verhält. 
 
  • Die Vorstellungen von „Normalsein“ spielen im Alltag eine große Rolle. Jede*r soll sich so verhalten, wie es alle tun, wie es tradierte Verhaltensmuster vorgeben. Niemand soll hervorstechen, abweichen, oder „anders“ sein.

  • Von Jungen wird erwartet, eine Hose zu tragen und „jungengemäße“ Spiele zu bevorzugen (z.B. Basketball). Kleider hingegen sind nur für Mädchen, ebenso wie das Kämmen von lila Spielpferden ein vermeintlich typisch weibliches Spiel ist. Es gibt klare Rollenerwartungen in Bezug auf Kleidung, Spielzeug und später auch Beruf, die für die verschiedenen Geschlechter deutlich unterschiedlich ausfallen. 

  • Wer diese Rollenerwartungen nicht erfüllt (kein normaler Junge/kein normales Mädchen ist), wird gehänselt, ausgelacht, ausgegrenzt.

  • Selbst Eltern kann es schwerfallen, Verständnis aufzubringen, das „Anderssein“ zu akzeptieren, dem Kind mit Liebe und Offenheit zu begegnen.

  • Es wird versucht, das „Anderssein“ zu unterbinden, zu verbieten, zu verstecken. Mit manchmal fragwürdigen Methoden soll das „Anderssein“ aberzogen oder geheilt werden.

  • Menschen begegnen dem nicht Normalen äußerst verschieden. Manche werden wütend. Andere gucken komisch. Wieder andere sind peinlich berührt oder verlegen. Einige akzeptieren das „Anderssein“.

  • Die abwertende Haltung gegenüber Menschen, die sich „nicht normal“ gebärden, lässt sich vermutlich nur durch persönliche Beziehung verändern. Das Verhalten des vorher enttäuschten und diskriminierenden Vaters seinem Sohn gegenüber ändert sich erst, als er ihn leiden sieht. Weil er ihn liebt, ist es ihm möglich, seine Haltung zu überdenken und sich zu wandeln.

 

Unsere Gedanken zum "Normalsein"

 

Hier geht es weiter in Raum 3: "Was sagen die anderen?"

Monatsspruch April 2021

Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
(Kolosser 1, 15)
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