3-Minuten-Kirche am 23. Februar 2022

 

 

Unsere Tochter liebt im Moment Anker. Besonders dieser Anker in der Ferienwohnung an der Ostsee hatte es ihr angetan. Ein Anker ist in der Schifffahrt wichtig. Er sorgt dafür, dass das Schiff im Hafen am Platz bleibt und ruhig und sicher liegt. Nun kenne ich mich in der Seefahrt nicht gut genug aus, um sagen zu können, wozu er noch dient. Für mich ist der Anker aber ein wichtiges Symbol. Er steht für Halt und Sicherheit. Da wo die Stürme des Lebens mich durchschaukeln brauche ich einen Anker, der mich hält und nicht untergehen lässt. Das kann der Partner oder die Partnerin sein, Freund oder Freundin oder die Eltern. Manchmal ist das aber auch eine ganz fremde Person, eine Begegnung, ein Gespräch, das mir wieder Halt und Zuversicht gibt. Genauso ist mir mein Glaube ein Anker in schweren und unsicheren Zeiten, so wie jetzt. Draußen folgt ein Sturm auf den nächsten, die Pandemie wird unser Leben noch etwas länger begleiten und die Situation in der Ukraine stimmt auch nicht hoffnungsvoll. Frieden scheint in weiter Ferne zu sein. Dazu kommen viele kleine und große Tragödien im Leben vieler Menschen um mich herum. Sturm innen und außen. Wo ist da der Anker, der Halt, der Sicherheit gibt?

In einem neueren Kirchenlied wird das so beschrieben: „Es gibt bedingungslose Liebe, die alles trägt und nie vergeht, und unerschütterliche Hoffnung, die jeden Test der Zeit besteht. Es gibt ein Licht, das uns den Weg weist, auch wenn wir jetzt nicht alles sehn. Es gibt Gewissheit unsres Glaubens, auch wenn wir manches nicht verstehn. Es gibt Versöhnung selbst für Feinde und echten Frieden nach dem Streit, Vergebung für die schlimmsten Sünden, ein neuer Anfang jederzeit. Es gibt ein ewges Reich des Friedens. In unsrer Mitte lebt es schon: ein Stück vom Himmel hier auf Erden in Jesus Christus, Gottes Sohn. Er ist das Zentrum der Geschichte, er ist der Anker in der Zeit. Er ist der Ursprung allen Lebens und unser Ziel in Ewigkeit.“  

Das Vertrauen in diesen Anker wünscht Pastorin 

                                                                                  

 

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Monatsspruch November 2022

Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen!
(Jes 5,20
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