3-Minuten-Kirche am 27. Oktober 2021

Eine Geschichte erzählt, dass Engel sich besorgt an Gott wandten. Ihnen war aufgefallen, dass die Menschen immer seltener beteten. Nachdem das Problem gründlich erforscht worden war, trat die Ursache klar zutage: Die Menschen hatten zu wenig Zeit, um zu beten. Viele Lösungsvorschläge wurden diskutiert. Am Ende entschied Gott, den Tag um eine 25. Stunde zu verlängern, und so den Menschen die nötige Zeit zum Beten zu schenken.
(frei nach Willi Hoffsümmer)
 
Am kommenden Wochenende wird die Uhr umgestellt. Mitten in der Nacht bekommen wir eine Stunde „geschenkt“, indem wir von der Sommer- auf die Winterzeit umstellen. Was tun Sie / was tust du mit dieser zusätzlichen Stunde? Einfach länger schlafen? Oder den Tag früher starten und etwas lange Aufgeschobenes endlich in Angriff nehmen? Oder die zusätzliche Zeit schlichtweg in den Tag einfließen lassen, sie gedankenlos ausfüllen? Oder sie ganz bewusst erleben, mit Leben füllen und mit dem, was das Leben reich macht?
 
Der himmlische Plan in der Geschichte ging nicht auf. Trotz der 25. Stunde beteten die Menschen nicht mehr als zuvor. Die Engel erkannten, dass jene Menschen, die jede Stunde ihres Lebens als Geschenk Gottes annahmen, sich schon immer die Zeit zum Beten genommen hatten. Und diejenigen, die nicht beten wollten, würden auch an einem längeren Tag „keine Zeit“ zum Beten finden.
 
Wir alle füllen unsere Stunden mit dem, was uns lieb und teuer ist, verbringen sie gerne mit denen, die wir lieben. Für manche gehört Gott dazu, die Zeit für Gebet und Gottesdienst. Ich bin überzeugt, dass sein Segen auch auf denen liegt, die friedlich schlafen, ihre Zeit liebevoll anderen schenken und mit einem fürsorglichen Miteinander dafür sorgen, dass der Himmel auf Erden spürbar wird.
Ohnehin gilt für uns alle, was im 3. Kapitel des Predigers geschrieben steht: „Für alles gibt es eine bestimmte Stunde. Und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit. Alles hat er (Gott) so gemacht, dass es schön ist zu seiner Zeit. So habe ich erkannt: Es gibt kein größeres Glück bei den Menschen, als sich zu freuen und sich’s gut gehen zu lassen.“
 
Eine gute Zeit wünscht Ihnen und euch
 
Diakonin
                     

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