3-Minuten-Kirche am 21. März 2021
 
 
„Wer vor seiner Tür ist, hat bereits einen großen Teil seiner Reise hinter sich
 
Große Reisen sind momentan ja nicht angesagt. Aber bei dem holländischen Sprichwort geht es auch nicht so sehr um wirkliche Reisen. Vielmehr geht es darum, den Wert des ersten Schrittes bewusst zu machen - weil wir uns manches mal so schwer mit ihm tun. Oft müssen wir uns dazu aufraffen, überwinden, ja zwingen. Aber je größer die Überwindung um so wichtiger ist dieser Schritt. Denn das ist ein Zeichen dafür, dass wir aus unserer Komfortzone und unserem Trott herauskommen - und das ist etwas Gutes!
 
Es gibt einige biblische Gestalten deren Geschichten auch damit zu tun haben, dass sie sich aus dem Gewohnten herausbegeben und zu neuen Ufern aufbrechen: Abraham, Jona, Mose, das Volk Israel als Ganzes,…
Die Bibel erzählt immer wieder von „Aufbrechern“, von solchen die sich überwunden haben und auf den Weg gemacht haben - auch wenn dieser Weg zunächst wenig verlockend aussieht. Am Ende steht aber immer die Belohnung: Abrahams Vertrauen wird belohnt und er erhält eine große Nachkommenschaft, Jona rettet die Menschen in Ninive, Mose befreit sein Volk und Israel findet den Weg ins verheißene Land.
 
All diese Geschichten erzählen auf ihrer Weise vom Wert des Aufbrechens, des Sich-Überwindens. Es sind Geschichten, die davon erzählen, dass es manchmal eines Aufbruchs bedarf um die Fülle des Lebens zu finden. Diesen Gedanken finde ich auch in meinem Lieblingslied aus dem Gesangbuch wieder.
So heißt es in der ersten Strophe:
„Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt. Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand, sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.“
 
In diesem Sinne können wir jeden Tag aufs Neue aufbrechen und uns auf den Weg machen.
Daran hindern uns keine Corona-Bestimmungen und wir müssen noch nicht einmal unsere Koffer packen!
 
Ihr / euer Pastor
                          

 

Monatsspruch April 2021

Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
(Kolosser 1, 15)
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