3-Minuten-Kirche am 4. November 2020

 

 

Dieses Bild habe ich im Sommer im Urlaub in Dänemark auf der Hauswand einer Schule entdeckt. Es hat mich angesprochen, weil das Porträt des Menschen allein aus Worten besteht. Die Worte wiederholen sich auf dem bunten Streifen daneben. Hier finden sich Worte wie Respekt, Toleranz, Empathie, Optimismus, Kommunikation, Beharrlichkeit und einiges mehr.
 
Im Blick auf die Ereignisse der letzten Wochen und Tage finde ich diese Worte, die für mich Werte sind, wichtiger denn je. Die Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty, die Anschläge in Dresden, Nizza und Wien erschüttern unsere Gesellschaft und zielen auf unsere Meinungsfreiheit. Respekt und Toleranz anderen gegenüber zählen für die Attentäter nicht mehr, obwohl sie mit diesen Werten aufgewachsen sind.
In den USA werden bei der Präsidentschaftswahl gerade noch die Stimmen ausgezählt, es ist ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Kandidaten. Im Wahlkampf und auch in den Reaktionen jetzt ist zu spüren, dass auch dort an vielen Stellen Respekt und Toleranz gegenüber anderen verloren gegangen ist.
Ein Virus, der mindestens genauso gefährlich ist, wie das Corona-Virus.
 
Dagegen können Kommunikation und Empathie helfen. Das Gespräch suchen, miteinander reden und zuhören. Das ist nicht einfach umzusetzen und braucht sicher eine große Portion Optimismus und Beharrlichkeit. Jesus hat es in der Bergpredigt einem Satz gesagt: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“
Ich möchte nicht aufhören zu hoffen, dass sich diese einfache Regel wieder durchsetzt und Respekt und Toleranz zum Frieden untereinander beitragen.
 
Ihre Pastorin 

                       

 

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Monatsspruch November 2020

Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.
(Jer 31,9 )
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