St. Martin Wallensen 

 ST. MARTIN-KIRCHE WALLENSEN

Die Hauptkirche des Kirchspiels Wallensen stammt zum größten Teile aus dem Jahr 1625. Chorraum und Apsis allerdings sind noch romanischen Ursprungs und der Westturm ist aus der Gotik. Ungewöhnlich die über dreihundert Jahre währende permanenten baulichen Aktivitäten dieser Gemeinde:
1714 Bau einer Sakristei an der Südseite des Chorraumes
1725 erste Orgel
1738 Innenrenovierung der Kirche
1780 Erneuerung des Dachstuhls
1825 Instandsetzung des Turmes
1829 Planung eines später nicht durchgeführten Abrisses und Neubaus
1880-1889 grundlegende Restaurierung
1886 neue Orgel und Bau einer zusätzlichen Sakristei an der Nordseite des Chores
1908 Anschaffung einer neuen Turmuhr
1951 Neuausmalung des Chorraumes
Gesamtrestaurierung 1973 mit Erhöhung des Kirchraumes um einen Meter.
 
Heute ist die ganze Kirche ein sehenswerter Sakralbau mit schönem Innenraum und einer sehr guten Akustik, so dass immer wieder dort Konzerte veranstaltet werden. Wie in vielen Kirchen wurden alte Grabsteine durch Aufstellen an der inneren oder äußeren Kirchenwand zu Lebensläufen der verstorbenen Persönlichkeiten. Stellvertretend für viele wurde der in der Turmhallte aufgestellte Grabstein für Pastor Philipp vor Verfall und Missbrauch gerettet. Auf dem inzwischen entweihten Friedhof rund um die Kirche hatten in den vergangenen Jahrhunderten die umliegenden Ortschaften feste Parzellen zur Bestattung ihrer Verstorbenen.

 

st.juergen thueste 

 ST. JÜRGEN-KAPELLE THÜSTE

Es ist anzunehmen, dass es bereits im 12./13. Jahrhundert eine kleine Kapelle in Thüste gegeben hat.
Das alte Kapellengebäude wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und 1752/53 durch den jetzigen Bau ersetzt. Dieser erfolgte spendenfinanziert. 1792 erfolgte der Einbau einer Kanzel, die auf dem Altar befestigt wurde. Dahinter hing das Seil zum Läuten der Glocke. 1848/49 Erneuerung der Fenster und Neuverglasung. 1913 ist die Anschaffung einer neuen Glocke erforderlich geworden; die alte war gesprungen. Gleichzeitig Kauf der Turmuhr. 1951 vervollständigte ein Westvorbau aus verputztem Ziegelstein als Leichenhalle den heutigen Kapellenkomplex. Der Ausbau des vorhandenden Dachreiters mit Schall-Luken und Schieferdeckung fällt in dasselbe Jahr. 1959/60 konnte eine Gesamtrenovierung vorgenommen werden, wobei Altar und Kanzel nunmehr getrennt errichtet wurden. Das neue Buntglasfenster hinter dem Altar stellt das „Himmlische Jerusalem“ dar.
1945 kamen viele Vertriebene, hauptsächlich katholischen Glaubens, nach Thüste. Bis 1978 gestalteten auch sie ihre Gottesdienste in der St. Jürgen Kapelle.
1963 ist der alte Turm abgerissen und durch eine Holzkonstruktion mit Kupferbekleidung ersetzt worden. Der Einbau eines elektrischen Läutewerks und einer neuen Turmuhr ergänzte den Umbau. Der Anbau der Leichenhalle ist seit 1972 zum Eingangsbereich umgestaltet. Dort steht noch der Großteil der Eingangstür von 1753. Den Taufstein stiftete die Firma Alfred Stichweh.
Bei der letzten Außenrenovierung im Jahr 2007 kamen die bisher verputzten Bruchsteine zum Vorschein. Sie wurden restauriert und bilden nun einen Blickfang am ebenfalls neu gestalteten Gemeindeplatz.

 

 CHRISTUSKIRCHE OSTERWALD
 
 Die Osterwalder Bergleute gehören ursprünglich zur Kirchengemeinde Hemmendorf. 1889 wird ein erster Kapellenvorstand gegründet, der den Antrag stellt, eine eigene Kapelle bauen zu dürfen. Erst im Jahr 1894 bekommt Osterwald die Genehmigung zum Bau einer Kapelle und die Errichtung einer "Pfarrkollaboratur", dass heißt keinen "richtigen" Pastor zu bekommen, sondern jemanden, der dort nach seinem Examen die erste Stelle antritt und meist nach etwas 2 Jahren wieder fortgeht.1896 ist die Grundsteinlegung, 1897 kann Einweihung der eigenen Kirche gefeiert werden. Noch bis Mitte des 20. Jh. wird die Gemeinde von Pfarrkollaboranten betreut, obwohl Osterwald 1911 von Hemmendorf selbständig wird.
Pastor coll. Heinrich Immer beginnt 1940 seinen Dienst  und wird schon bald zum Kriegsdienst eingezogen. Seine Frau übernimmt große Teile seiner Arbeit. Als ihr Mann an der Ostfront fällt bleibt sie noch bis 1948 der Gemeinde treu und stiftet zum Gedächtnis an ihren Mann Taufstein, der noch heute in der Kirche steht. Eine Inschrift unterhalb des Taufbeckens gibt hiervon Zeugnis.
Bei einem Brand 1938 wird die Heizungsanlage schwer beschädigt, ein Brandunglück am 5. März 1963 zerstört den Kirchturm und die Orgel vollständig. Das Kirchenschiff muss neu aufgebaut und eingerichtet werden, so stiftet z.B. Rudolf Hartung einen neuen Altar sowie die Leuchter darauf.
Erst zum 100. Geburtstag im Jahr 1997 bekommt die Osterwalder Kirche ihren Namen: Christuskirche.
 

 

 ST. MARGARETHEN-KIRCHE SALZHEMMENDORF
 
Ältester Teil der Kirche ist der gotische Turm (vor 1420) mit dem Raum darunter, in dem einige Fresken erhalten sind (Darstellung der 12 Jünger). Ein alter Altarblock und die Tabernakel-Nische zeugen von katholischer Vergangenheit. An der Nordwand findet sich das Datum 18.9.91 - ein Hinweis auf die Restaurierung im 20. Jh. Das Kirchenschiff wurde um 1610 erbaut, der westliche Kromleuchter stammt noch aus dieser Gründerzeit. Ebenso der Taufstein, der die Zahl 1610 eingraviert trägt - dazu die Inschrift: "Wer gleubet und getauft wirt der wirt selig werden, wer aber nicht gleubet der wirt verdammet werden."
Aus Anlaß einer Lutherfeier stiftet die Gemeinde einen neuen Kronleuchter - wenn man genau hinguckt, kann man die Inschrift erkennen.
Außergewöhnlich ist die reich verzierte Säule mitten im Kirchenraum.
An der Altarwand fallen vier Inschriften ins Auge: „Alle Welt fürchte den Herrn“, „Glaubet an das Evangelium“, „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ und „Kommet, denn es ist alles bereit“.
 

kirchenbild oldendorf

 ST. NIKOLAI-KIRCHE OLDENDORF
 
Das Gründungsdatum der Kirche ist nicht bekannt. Der romanische Turm und die Altarnische reichen jedoch in die Zeit vor 1150 zurück.
Das ursprüngliche Kirchenschiff fällt 1430 einem Brand zum Opfer und wird im Stil der Gotik wieder aufgebaut. Das Datum im Spitzbogen zum Altarraum belegt die Fertigstellung im Jahr 1468.
Viele andere Jahreszahlen lassen sich in der Kirche entdecken: an einem Pfeiler der Empore ist die Zahl 1591 erhalten (die Südempore wurde 1964 entfernt), der Messingkronleuchter trägt das Jahr 1646.
Ein alter Taufstein ist zum Teil erhalten, er hängt nun an der Südwand des Kirchenschiffs.
Der Altar - ca. 400 Jahre alt - wurde mehrfach umgestaltet. Zuletzt (1964) wurde der Kanzelkorb von der Altarwand entfernt (dort ist nun das Kruzifix) und in größerer Nähe zur Gemeinde angebracht.
Die Epitaphien im Altarraum gehören mit den Grabplatten vor der Kirche zusammen. Familie Bock von Nordholz, die um 1600 das Patronat für die Kirche innehatte, ließ sie aufstellen.

Monatsspruch Februar 2020

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.
(1.Kor 7, 23)
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