3-Minuten-Kirche am 17. Mai 2020
 
Was gilt denn nun eigentlich? Das fragen sich derzeit viele Menschen.
Erst der kräftige „lockdown“. Obwohl der im Vergleich zu Frankreich, England und Italien bei uns - bei aller Beschwernis - doch noch sehr gemäßigt war.
Dann die Rufe nach Lockerungen aus allen Ecken. Verständlich einerseits. Andererseits ist für manche scheinbar alles kein Problem mehr. Obwohl die Ausgangslage (kein Medikament, keine Impfung gegen die Krankheit) immer noch die gleiche ist. Dann der Lockerungswettlauf der Bundesländer. Kaum einer weiß noch: Was gilt denn bei uns nun genau? Und schließlich die unsäglichen Verschwörungstheorien und „Fake-News. Dazu nur ein Beispiel: Wenn es darum ginge, uns die Freiheit zu rauben oder per Impfung einen Chip zu implantieren (wie mancher behauptet) könnte man das sofort tun und müsste nicht erst auf die Entwicklung eines Impfstoffes warten. Da möchte man sagen: Zu Ende denken, das Gehirn auf „on“ würde manchmal sicher helfen.
 
Was gilt? Es gilt, dass die Gefahr, ernsthaft zu erkranken mit der Folge bleibender Schäden für die ganze Bevölkerung fortbesteht; die Gefahr, daran zu versterben, insbesondere für Risikogruppen von jung bis alt.
 
Dass es dazu nicht bereits wie andernorts gekommen ist, haben wir alle gemeinsam unter der bedachten Führung der politisch Verantwortlichen im „lockdown“ hinbekommen.
Es gilt aber auch, dass ein „lockdown“ schädliche wirtschaftliche und soziale Folgen hat, gerade auch für den Einzelnen, und dass deshalb zurecht vorsichtige und umsichtige Lockerungen versucht werden müssen.
Dann gilt aber auch, dass wir alle dadurch umso mehr Verantwortung füreinander haben. In größerer äußerer Freiheit können und müssen wir umso mehr in der Verantwortung vor unserem Gewissen, für den Nächsten und in der Verantwortung vor Gott abwägen, was dem Leben dient und hilfreich ist.
 
Was vor allem aber, in dem allen und über dem allen gilt, ist für uns als Christen die Zusage des uns zugewandten Gottes (aus dem Propheten Jesaja): Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.
 
 
Herzlich grüßt Sie 
 
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